ÖGDVÖsterreichische Gesellschaft für Dermatologie und Venerologie | Austrian Society for Dermatology and Venerology
ÖGDV-HOME



Vorstand
Die Gesellschaft
Kontaktadressen
Veranstaltungen
Ernennungen, Preisträger, Stipendien
Arbeitsgruppen und Kommissionen






 



 
 

Vom 14. - 17. 1. 2004 fand in Moshi, Tanzania, die 9. Internationale CME Konferenz des RDTC (Regional Dermatology Training Centre) unter Leitung von Prof. Henning Grossmann mit starker österreichischer Beteiligung statt. Die Veranstaltung wurde von Prof. Robin Marks, dem Präsidenten der "International League of Dermatological Societies" (ILDS) , und Prof. Rod Hay, dem Vorsitzenden der "International Foundation of Dermatology" (IFD) eröffnet. Letzterer legte in seinem Referat sehr ausführlich die Probleme der "community based medicine" unter besonderer Berücksichtigung der Dermatologie dar. In den folgenden drei Tagen gab es ein breit gestreutes Programm, das von tropischen Dermatosen über HIV und Lepra bis hin zu Dermatoimmunologie und allgemeiner Dermatologie reichte.


Auf die einzelnen Bilder klicken, um größere Version zu sehen

Die Referenten kamen großteils aus den Niederlanden und Großbritannien, erfreulicherweise war aber auch unsere Delegation sehr aktiv und bestritt 6 Referate:
Doris Fanta : Acne cosmetica
Daisy Kopera: Treatment of scabies
Wolfgang Kopp: History of commercial sex
Rosemarie Moser: White spots: Vitiligo and it´s differential diagnosis
Angelika Stary: Syndromic Management of STD
Georg Klein: Pathogenetic aspects of contact dermatitis


Alle Referate wurden von den Zuhörern stark akklamiert, die Diskussion war - wie während der gesamten Konferenz - sehr angeregt.
Besonders erfreulich war die Tatsache, daß wir - gestützt auf den Beschluss der Generalversammlung 2003 und ein Schreiben unseres Präsidenten Werner Aberer - die finanzielle Unterstützung eines Studenten des RDTC für das Jahr 2004/2005 zusagen konnten. Die ÖGDV steht damit in einer Reihe mit mehreren anderen europäischen Staaten (Großbritannien, Schweiz, Niederlande, mehrere skandinavische Länder), die großteils schon seit mehreren Jahren dieses vorbildliche Entwicklungsprojekt unterstützen.

Alle österreichischen Teilnehmer waren von der wissenschaftlichen Qualität der Konferenz aber auch von der herzlichen Gastfreundschaft tief beeindruckt, Kommentare von zwei Teilnehmerinnen drücken das treffend aus:

Doris und Klaus Fanta : Von Zweifeln belastet flogen wir nach Moshi in Tansania, das "als Reiseland nicht empfehlenswert" beschrieben wird. Doch dann erlebten wir die Faszination von Weite und Tierreichtum der Serengeti. Nicht weniger faszinierend ist jedoch, wie im RDTC engagierte, ambitionierte Dermatologen all ihre Fähigkeiten einsetzen, um unter unvorstellbaren Bedingungen den Ärmsten aller Kranken zu helfen; bewundernswert aber auch, dass Spezialisten aus vielen Ländern durch Vorlesungen von hohem Niveau die dermatologische Ausbildung junger Mediziner am Ort unterstützen. Erfreulich ist schließlich, dass die ÖGDV finanziell in der Lage ist, dieses Projekt zu unterstzützen.

Daisy Kopera: :Das gesetzte Ziel den mit 5896 Meter höchsten Gipfel Afrikas zu erreichen haben wir im Kollektiv geschafft! Für dieses einzigartige Abenteuer haben wir uns im Anschluß mit der Teilnahme an einem dermatologischen Kongress in Tansania belohnt. - Ja, belohnt!
Denn nicht wie es bei Fachkongressen in der übrigen Welt oft der Fall ist
war dies eine Pflichtübung, sondern ein Genuß. In einer herzlichen
Atmosphäre zwischen Menschen verschiedener Nationen, verschiedener Hautfarbe
und verschiedener fachlicher Größe erwiesen sich die Beiträge durchwegs als
interessant und lehrreich, auch wenn die dort relevanten Themen in der
westlichen Welt nicht täglich praktische Bedeutung haben mögen.
Wir haben gelernt, dass eine Tagung nicht immer in Grandhotelatmosphäre
stattfinden muß um erfolgreich zu verlaufen.
Dank an Prof. Großmann und das RDTC
Dank an Moshi
Dank an alle Weltoffenen


Auf die einzelnen Bilder klicken, um größere Version zu sehen


Schon vor der Konferenz hatte also eine Gruppe von österreichischen Dermatologen mit Familienmitgliedern und Freunden einen 7-tägigen Treck auf den Kilimanjaro unternommen. Stolz können wir berichten, dass alle, die zum Gipfelsturm aufgebrochen sind diesen erfolgreich abgeschlossen haben (Elisabeth Aberer, Daisy Kopera, Angelika Stary, Wolfgang Kopp, Georg Klein); leider nicht dabei unser Präsident Werner Aberer, der auf Grund seiner bergsteigerischen Erfahrung am besten dazu geeignet gewesen wäre, den Berg zu bezwingen, da er sich bei einem unglücklichen Unfall so schwer verletzte, daß er unter abenteuerlichen Umständen aus 4500 m Höhe ins Tal transportiert werden musste und anschließend mit Gips die Heimreise antrat. Der Rest der Gruppe, bereichert durch Doris und Klaus Fanta und Hans Stary, durchstreifte dann 4 Tage lang die Serengeti und nahm auch von dort unvergessliche Eindrücke mit.

"Wer mehr über Arbeit und Leben am RDTC erfahren will, dem sei ein Artikel von Peter Schmid-Grendelmeier empfohlen (http://www.dermanet.ch/dh/karger/deh97817.pdf). Der Artikel ist nicht mehr ganz neu aber immer noch aktuell."

Tanzania Homepage

 


Disclaimer:
die ÖGDV übernimmt keine wie auch immer geartete Verantwortung für Inhalte außerhalb ihrer Domain (www.oegdv.at), auch für solche auf die mittels Links verwiesen wird.