Fördersumme maximal EUR 50.000, Dauer 1-2 Jahre.
Einreichfrist: 31. März 2018

2018 wird von der ÖGDV eine Forschungsförderung für “Klinische ForscherInnen in der Dermatovenerologie” ausgeschrieben.
Das Ziel ist es, klinisch tätigen Medizinerinnen und Medizinern in der Aufbauphase ihrer Karriere, die ein klar erkennbares wissenschaftliches Interesse haben, Freiräume für Forschung zu ermöglichen.

EINREICHKRITERIEN

Die ÖGDV möchte hiermit zur nachhaltigen Förderung des wissenschaftlich-orientierten ärztlichen Nachwuchses beitragen. Die Zielgruppe sind:

  • MD oder MD/PhD (nicht >10 Jahre nach Verleihung abzüglich Elternkarenz)
  • Ausdrückliches Ziel einer Karriere in der dermatovenerologischen Forschung (unterzeichnetes Bestätigungsschreiben)
  • Explizite Unterstützung der Karriereplanung durch dermatologische Stammklinik in Österreich (unterzeichnetes Bestätigungsschreiben).
  • Zumindest 2 Jahre Facharztausbildung Dermatologie und Venerologie
  • Mindestens 1 Jahr reine Forschungserfahrung (PhD-Projekt, Postdoctoral Fellowship, Auslandsjahr)
  • AntragstellerInnen mit Mitgliedschaft in der ÖGDV, höchstens Assistenzprofessur (Associate Professor ausgeschlossen, keine leitende Abteilungs/Institutsfunktion).
  • Vonseiten der Klinik muss eine entsprechende Freistellung vom klinischen Einsatz sichergestellt werden, deren Modus vorab in einer Zielvereinbarung definiert wird.
  • Zuerkennung an Halter einer anderen Karriereförderung nicht möglich (z.B. gleichzeitig Schrödinger-Stipendium des FWF). Gleichzeitige Projektförderungen durch FWF, ÖNB, EU etc. sind jedoch möglich/erwünscht. Die Offenlegung allfälliger sonstiger Förderungen des Projekts oder von finanziellen Beziehungen zu beteiligten Firmen wird vorausgesetzt.
  • Besonders förderungswürdig sind Projekte, die das Wissen um die Pathophysiologie und Epidemiologie von Hautkrankheiten, neue Therapieansätze und Anwendungsforschung zum Gegenstand haben.

VERGABE

Die Vergabe des Preises erfolgt einmal jährlich auf Grundlage zweier unabhängiger Gutachter (international) nach einem Punktesystem. Bei Vorliegen von mehreren Einreichungen entscheidet ein Komitee bestehend aus dem Ehrenpräsidenten, dem Archivar der ÖGDV und ̈einer/m österreichischen nichtdermatologischen ForscherIn mit außergewöhnlichem wissenschaftlichen Standing, welches Projekt gefördert wird.

EINZUREICHENDE UNTERLAGEN

  • Unterstützungsschreiben Stammklinik
  • Zusammenfassung der Karrierepläne
  • Aufstellung Projektkosten
  • Projektbeschreibung (max. 10 Seiten):
    1. Ziele,
    2. Forschungsgebiet/Signifikanz,
    3. Präliminäre Daten,
    4. Experimenteller Plan mit Herausarbeitung der Lernkomponenten für Bewerber,
    5. Projektlogistik: wo, wann, wie wird das Projekt durchgeführt, wie wird Forschungsgegenstände (Reagenzien, Tiermodelle, Forschungssubjekte) rekrutiert und finanziert, wie werden Kosten, die über das Volumen des ÖGDV- Förderung hinausgehen finanziert?
    6. Literaturzitate,
    7. Curriculum der AntragstellerIn

Einreichungen an das Sekretariat der ÖGDV per Email an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

PROJEKTSTART, BUDGET UND CO-FINANZIERUNG

  • Ethikkommissions- bzw. Tierversuchs-Genehmigung und Zielvereinbarung mit Abteilungsleiter über Forschungsfreistellung sind Voraussetzung für Auszahlung.
  • Die Fördersumme kann entweder zur Freistellung von klinischen Tätigkeiten zur Forschung für ein Jahr oder zur (Teil)Finanzierung (z.B. 50% über 2 Jahre) dienen. Die übrige Finanzierung (z.B. für Reagenzien, 50% klinische Tätigkeit oder Aufzahlung auf volles Gehalt bei 100% Forschungstätigkeit) muss von der jeweiligen Klinik getragen werden.
  • Kollaborationen mit weiteren In- und ausländischen Institutionen ist möglich/erwünscht, Reisekosten müssen jedoch anderweitig budgetiert werden, d.h. Forschungsreisen sind in der Förderung nicht inkludiert.
  • Zu Projektbeginn wird das halbe Projektvolumen ausgezahlt. Die Förderung ist Personen-gebunden, Auszahlung geht auf ein Konto der Forschungsinstitution (keine ad personam Zahlung). Keine indirekten Kosten mit der Förderung bedeckbar. Kein Transfer auf andere Institution bei Ortswechsel.
  • Antragsteller von bereits bewilligten Projekten sind verpflichtet, die ÖGDV über die Einreichung desselben Antrags bei einer anderen Förderstelle zu unterrichten. Wird ein solcher Antrag durch eine andere Stelle genehmigt, so behält sich die ÖGDV das Recht vor, eine gegebene Finanzierungszusage zurückzuziehen, wenn sich diese mit einer Finanzierung von anderer Seite überschneidet.
  • Bei Arbeitsplatzwechsel ist die Forschungsförderung nicht transferierbar, es kann ein Neuantrag gestellt werden (Maximum 3 Jahre pro Person unabhängig von Arbeitsplatz).

BERICHTERSTATTUNG

  • Flexibilität der Verwendung der Mittel, allerdings mit Begründung. Keine Auszahlung >1 Jahr nach Projektende.
  • Eine Zwischen-Berichterstattung an die ÖGDV über die wissenschaftliche Arbeit muss innerhalb von 5 Monaten nach Beginn der durchgeführten Forschungsarbeiten schriftlich erfolgen bevor die 2. Hälfte der Fördersumme ausbezahlt wird.
  • Endberichtspflicht mit detaillierter Abrechnung.

ACKNOWLEDGEMENT

Wissenschaftliche Publikationen in jeder Form sollen folgende Erklärung (Acknowledgement) enthalten: "This research was supported in part by a Clinician Scientist Grant of the Austrian Society of Dermatology and Venereology."

 

 Statuten

 

  • Zur Förderung wissenschaftlicher Arbeiten auf dem Gebiet der Dermatologie wird von der ÖGDV ein Förderungspreis ausgeschrieben. Dieser Preis war bis 1999 speziell für Arbeiten zur dermatologischen Therapie gewidmet; mit dem Jahr 2000 wurde diese Beschränkung in der Folge auf "Arbeiten aus dem Gebiet der klinischen Dermatologie" ausgeweitet, worunter solche verstanden werden, in denen epidemiologische, pathologische, pathophysiologische, diagnostische oder therapeutische Fragestellungen an Patienten bearbeitet werden.
  • Der Wissenschaftspreis der ÖGDV ist mit Euro 5.000,- dotiert und in maximal zwei Teile teilbar. Sollte von der Verleihung aufgrund des Fehlens einer Empfehlung durch das wissenschaftliche Komitee Abstand genommen werden, wird der vorgesehene Betrag bereitgestellt und in einem der folgenden Jahre für die Erhöhung des Preises verwendet.
  • Um die Verleihung können sich alle Mitglieder der ÖGDV, ausgenommen Leiter klinischer Abteilungen, bewerben, die früher noch nicht MSD (bis 2009: AESCA) -Preisträger gewesen sind. Als MSD-Preisträger/in in diesem Sinn gilt nur die Bewerberinn/der Bewerber, der/dem der Preis zugesprochen worden ist, nicht aber MitautorInnen an der prämierten Arbeit.
  • Um den Wissenschaftspreis der ÖGDV können sich nur Erst- oder LetztautorInnen an der eingereichten Arbeit, nicht aber KoautoIinnen bewerben. Pro BewerberIn kann für den Preis nur eine einzige Arbeit eingereicht werden.
  • Die eingereichten wissenschaftlichen Publikationen dürfen nicht länger als ein Jahr zuvor erschienen sein. Bei noch nicht im Druck erschienenen Publikationen muss eine Annahmebestätigung durch den Herausgeber der Zeitschrift beigefügt werden.
  • Die Einreichung hat bis jeweils zum 30. September des Jahres per Email an das Sekretariat Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! zu erfolgen. 
    Der Arbeit ist eine Erklärung beizuschließen, dass alle an ihrem Zustandekommen beteiligten wissenschaftlichen MitarbeiterInnen in geeigneter Weise im Titel, den Fußnoten oder im Text genannt sind und mit der Bewerbung einverstanden sind.
    Ein formales Schreiben an den/die Generalsekretär/in der ÖGDV, c/o Wiener Medizinische Akademie, Alser Straße 4, 1090 Wien ist der Einreichung beizulegen.
  • Der/die Generalsekretär/in prüft die eingesandten Arbeiten auf die statutengemäße formale Richtigkeit, weist nicht entsprechende Einsendungen zurück und leitet die formal richtigen Einsendungen an das wissenschaftliche Komitee weiter.
  • Das wissenschaftliche Komitee bereitet in einer eigenen Sitzung einen Vergabevorschlag für den Vorstand der ÖGDV vor. Grundlage für die Bewertung der Arbeiten sind: Relevanz, Neuheit und Originalität, Komplexität der Methoden und der Ausarbeitung, Plausibilität, Qualität des Journals.
  • Mitglieder des wissenschaftlichen Komitees, die KoautorInnen eingereichter Arbeiten oder Angehörige derselben Abteilung wie der BewerberInnen sind, geben für die betreffenden Arbeiten keine Beurteilungen ab.
  • Weitere Grundsätze der Bewertung sind:
  • Wenn gleichzeitig mehrere Preise zu vergeben sind, kann nicht ein und dieselbe Person mehr als einen Preis erhalten.
  • Arbeiten, die schon andere Preise erhalten haben, werden nicht prämiert.
  • Arbeiten, die vorwiegend in Österreich durchgeführt wurden, genießen Vorrang vor solchen, die vorwiegend im Ausland durchgeführt wurden.
  • Der Vorstand der ÖGDV entscheidet über Annahme oder Ablehnung des Vergabevorschlags.
  • Die Verleihung des Preises erfolgt in feierlicher Form im Rahmen der Jahrestagung der ÖGDV.
 
 

Anfragen werden an das Sekretariat der ÖGDV erbeten

Kyrle Antragsformular

Statuten des Josef Kyrle-Reisefonds:

  1. Der Josef Kyrle-Reisefonds ist ein Instrument der Österreichischen Gesellschaft für Dermatologie und Venerologie zur Förderung der akademischen Reise- und Studientätigkeit (bis zu 4 Wochen) ihrer jungen Mitglieder. 
  2. Der Reisefonds trägt seinen Namen von Josef Kyrle (1880-1926), um an die Persönlichkeit dieses ausgezeichneten Dermatologen und Lyrikers zu erinnern. Insbesondere soll damit die Erinnerung an jene - wegen Kyrle's frühzeitigen Todes - nicht angetretene Reise nach Stockholm wach gehalten werden, auf der er zusammen mit Wagner-Jauregg den Nobelpreis für die Malariatherapie der Neurosyphilis entgegengenommen hätte (1927). 
  3. Der Josef-Kyrle Reisefonds wird aus den Mitteln der ÖGDV gespeist. Dem Fonds wird jährlich ein Betrag zur Ausschüttung zugeteilt, dessen Höhe jeweils vom Präsidenten nach Vorschlag des Kassenwartes bis 30. September des Kalenderjahres festgesetzt wird. Der ausgeschüttete Betrag richtet sich nach der Finanzlage der ÖGDV.
  4. Geförderte Personen müssen Mitglieder der ÖGDV sein; Mitglieder mit eigener Praxis können nicht gefördert werden. Die Facharztanerkennung oder der PhD-Abschluss dürfen maximal 5 Jahre zurückliegen.
  5. Gefördert werden grundsätzlich Kongressreisen, bei denen ein Vortrag gehalten bzw. ein Poster von der/dem Stipendiaten präsentiert wird, sowie Studienaufenthalte (bis zu 4 Wochen) zur Erlernung besondere Techniken oder zur Durchführung wissenschaftlicher Projekte im Ausland. Unterstützt werden Reisekosten und anteilig auch Aufenthaltskosten.
  6. Die Unterstützung beträgt grundsätzlich nicht die volle Summe der ausgelegten Reise- oder Studienaufenthaltskosten, sondern lässt einen Selbstbehalt offen. Dieser soll einer symbolischen Wertung des persönlichen Nutzens dienen, den der Geförderte aus der unterstützten Reise/dem Studienaufenthalt zieht.
  7. Das Ansuchen wird an den 1. Sekretär der ÖGDV gerichtet. Dieser sendet alle Unterlagen an die Mitglieder des wissenschaftlichen Beirates der ÖGDV, die innerhalb eines Monats zur Meinungsbildung gelangen müssen, ob und in welcher Höhe das Ansuchen zu fördern ist. Entscheidend für die Bewertung sind das Überwiegen der Ja-Stimmen und der durchschnittlich angegebene Unterstützungsbeitrag im wissenschaftlichen Beirat.
    Richtlinien für die Unterstützungsmodalitäten sind:
    • a) Reisekosten Europa € 350,--
    • b) Unterstützung der Reise- und Aufenthaltskosten in Europa (ab 7 bis 30 Tage Aufenthalt) € 500,--
    • c) Reisekosten Übersee € 700,--
    • d) Unterstützung der Reise- und Aufenthaltskosten in Übersee (ab 7 bis 30 tage Aufenthalt) € 700,-- Falls der für die Unterstützung erforderliche Gesamtbetrag den vom Kassenwart vorgeschlagenen Betrag übersteigt, erfolgt eine prozentuelle Kürzung sämtlicher Unterstützungen.
  8. Die Ansuchen um Unterstützung sollen kurz und prägnant abgefasst sein und eine Beigabe des Abstracts (Vortrag/Poster), bzw. eine Beschreibung der Studientätigkeit vorgelegt werden. Die Ansuchen müssen bis 30. September des Kalenderjahres eingereicht werden.
  9. Hauptkriterium für die Entscheidung des wissenschaftlichen Beirates ist der Nutzen, den die Österreichische Dermatologie aus der geförderten Reise/dem Studienaufenthalt ziehen kann. Es ist die Pflicht des wissenschaftlichen Beirates, für die ausgewogene Verteilung unter der jungen Mitgliedschaft zu sorgen.
  10. Der vom Präsidenten, Kassenwart und wissenschaftlichen Beirat erstellte Vorschlag wird dem Präsidium und Vorstand der ÖGDV zur Bestätigung vorgelegt. Die Auszahlung erfolgt nach Beschlussfassung des Vorstandes.
  11. Die Ablehnung eines Antrages muss mit einer kurzen, aber stichhältigen Begründung erfolgen. Die Entscheidung seitens des Präsidenten bzw. des Vorstandes ist endgültig, Berufungen sind nicht möglich.
  12. Anlässlich der administrativen Jahressitzung wird der Generalversammlung der ÖGDV eine Liste der geförderten Reisen/Studienaufenthalte mit Angabe des vergebenen Budgets verlesen.

 

  1. Der Ferdinand von HEBRA-PREIS wird seit dem Jahr 1980 von der ÖGDV in zweijährigen Abständen verliehen und dient der Forschungsförderung in der Österreichischen Dermatologie.
  2. Der Preis wurde von der Firma Almirall (ehem. Hermal) zur Unterstützung der Dermatologischen Forschung in Österreich gestiftet. Er ist mit Euro 10.000,- dotiert und ist unteilbar. Die Finanzierung erfolgt bis auf Widerruf.
  3. Der Ferdinand von HEBRA-PREIS wird nicht für einzelne wissenschaftliche Arbeiten sondern für ein zusammenhängendes Opus mehrerer Publikationen verliehen, die zu einem wesentlichen Fortschritt auf dem Gebiet der dermatologischen und/oder venerologischen Forschung geführt haben. 
  4. Der Ferdinand von HEBRA-PREIS wird an Mitglieder der ÖGDV verliehen. Ein und dieselbe Person kann nur einmal den Ferdinand von HEBRA-PREIS erhalten. 
  5. Die Kandidatur erfolgt nicht durch Selbstbewerbung sondern durch Nominierung. 
  6. Zur Nominierung ist jedes Mitglied der ÖGDV berechtigt. Nominierungen müssen ein Curriculum vitae, ein Publikationsverzeichnis, Separata der 5-10 wichtigsten Publikationen des Nominierten und eine schriftliche Begründung enthalten, weshalb dessen Opus einen wesentlichen Fortschritt auf dem Gebiet der dermatologischen und/oder venerologischen Forschung bedeutet. 
  7. Nominierungen sind bis spätestens 4 Monate vor der Jahressitzung der ÖGDV an den/die Generalsekretär/in der ÖGDV, (per Email an das Sekretariat Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) c/o Wiener Medizinische Akademie, Alser Straße 4, 1090 Wien zu richten. 
  8. Der/die Generalsekretär/in prüft die Nominierungen auf ihre formale Richtigkeit und leitet sie an das wissenschaftliche Komitee der ÖGDV weiter. Dieses ist zur Wahl des Preisträgers entscheidungsberechtigt. Die Entscheidung sollte in einer eigenen Sitzung getroffen werden, kann aber auch auf dem Umlaufwege erfolgen. Bei Stimmengleichheit besitzt der Präsident das Dirimierungsrecht. 
  9. Die Entscheidung des Wissenschaftlichen Komitees muss der Firma Almirall zwei Monate vor der Jahrestagung mitgeteilt werden, ist jedoch sonst geheim zu halten.
  10. Die Preisverleihung erfolgt anlässlich der ÖGDV-Jahrestagungen.
  11. Sollten keine Nominierungen erfolgen oder das Wissenschaftliche Komitee keine der Nominierungen für geeignet halten, wird der Preis für die betreffende 2-Jahresperiode ausgesetzt. In diesem Fall stellt die Firma Almirall das Preisgeld dem Josef Kyrle Reisefonds zur Verfügung.

 Ausschreibungsrichtlinien & Einreichungskriterien