DDG meets ÖGDV at RDTC in the Tropics

18.-19. Jänner 2016, Moshi, Tansania

„KEINER KOMMT VON EINER REISE SO ZURÜCK, WIE ER WEGGEFAHREN IST“ (Graham Green)

Das trifft sicherlich auf alle fünfzehn DermatologInnen, zwei Allgemeinmedizinerinnen und eine „Derma-Schwester“ zu, die sich im Jänner 2016 auf eine Reise begeben haben, die bei allen Teilnehmern starke Eindrücke hinterlassen hat. Unter der Führung von Angelika Stary, Claudia Heller Vitouch und Rosemarie Moser haben wir vom 13.-16. 1. 2016 in Moshi, Tansania, die 21. internationale CME Konferenz des Regional Dermatologic Training Center (RDTC) besucht. Über 250 Teilnehmer aus 30 Ländern (davon 16 afrikanische) besuchten heuer die traditionelle Fortbildungsveranstaltung. Das Programm umfasste 41 Vorträge über verschiedenste Bereiche der Dermatologie. Schwerpunkte waren: HIV und STDs, kutane Infektionen und Lepra (mit der auch heute noch viele Patienten infiziert werden), Dermatologie für Menschen auf der Flucht und das „geschwollene Bein“. Mitarbeiter des RDTC präsentierten die Resultate ihrer Feldforschung in ihren Heimatgemeinden und die Teilnehmer konnten ihre klinisch diagnostischen Fertigkeiten beim traditionellen Quiz testen. Beeindruckend war das große Interesse, der Enthusiasmus und die Diskussionsfreude der Teilnehmer.

Am 18. und 19.1. fand für die insgesamt 50 österreichischen und deutschen Teilnehmer der 4. Tropendermatologische Kurs der Society for Dermatology in the Tropics unter dem Motto „DDG meets ÖGDV at RDTC in the Tropics“ statt, der heuer erstmals von der ÖGDV mitorganisiert wurde. Dabei wurden die wesentlichen tropischen Infektionskrankheiten von renommierten Experten systematisch präsentiert. Weitere Höhepunkte waren Beiträge über „Dermatoses on ethnic pigmented skin“ von Rosemarie Moser und Fallvorstellungen durch Esther Kafawfwa, Lillongwe, Malawi. Zum Abschluss fand eine „Grand round“ statt, bei der die MitarbeiterInnen des RDTC in der Ambulanz Patienten mit teils häufigen, teils sehr seltenen Dermatosen präsentierten und anschließend im Hörsaal zur Diskussion stellten. Dies war eine einmalige Möglichkeit, vor Ort „Dermatosen auf schwarzer Haut“ sozusagen „hautnah“ vorgestellt zu bekommen.

Alle Teilnehmer waren sich darin einig, sehr lehrreiche, unvergessliche Tage erlebt zu haben und danken an dieser Stelle dem Team des RDTC nochmals sehr herzlich für die Organisation und die Gastfreundschaft.

Georg Klein

moshi2016