Die österreichische Dermatologie trauert um Professor Dr. Erwin Schöpf, den Direktor der Freiburger Hautklinik von 1978-2002 und Präsidenten der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft (DDG) von 1997-2001.

Professor Schöpf pflegte einen engen Bezug zur österreichischen Dermatovenerologie. Bereits sein Studium absolvierte er nicht nur in Deutschland (Freiburg), sondern er studierte an der Wiener Universität. Jahre später als renommierter Professor war er regelmässiger, geschätzter Gast bei Vortragsveranstaltungen österreichischer Hautabteilungen beziehungsweise der ÖGDV. Gerne nahm er in Gesprächen Bezug auf die Tatsache, dass Freiburg vom 14. Jahrhundert bis ins frühe 19. Jahrhundert wiederholt unter der Hoheit des Hauses Habsburg stand, welches 1457 die Universität ebendort (als
2. Universität auf österreichischem Territorium nach Wien) etablierte. Freiburg ist nicht zuletzt deshalb bis zum heutigen Tag Partneruniversität von Innsbruck.

Professor Schöpf ist es während seiner dermatologischen Laufbahn gelungen, weitsichtige Akzente zu setzen und fachliche Entwicklungen vorwegzunehmen. Beispielsweise hat er in Freiburg epidemiologische Forschung und Registerarbeit (Arzneimittelintoleranzen) unterstützt und früh eine Evidenz-basierte Medizin und die Objektivierung von Behandlungserfolgen (Outcome Measures) eingefordert. Professor Schöpf bereicherte durch Vorstands- und Beirats-Tätigkeiten nationale und internationale Fachgesellschaften und Fachzeitschriften. Er erhielt zahlreiche Preise und Ehrungen. Professor Schöpf verstarb am 16. Juni 2018.